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Willkommen

Liebe Reinsdorfer, Friedrichsgrüner und Vielauer!

Bereits zum 2. Mal haben Sie mich in den Gemeinderat Reinsdorf gewählt. Unabhängig von Parteizugehörigkeiten. Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Ihre Meinung ist mir sehr wichtig. Deshalb können Sie sich gern mit Ihren Anliegen, Interessen oder auch Sorgen an mich wenden. Sprechen Sie mich an!

Ihre Petra Lorenz

  

Termine

Die nächsten öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates Reinsdorf finden am

Donnerstag, 16.11.2017

Donnerstag, 14.12.2017       jeweils um 19 Uhr

in der Aula des Kinder- und Schulzentrums Vielau statt.

Info

Windenergieanlagen in Reinsdorf – mein Statement

 

Nun steht sie also – die erste große Windenergieanlage „WEA 6“ und überragt die Ortsteile Vielau und Friedrichsgrün. Von den angrenzenden Ortschaften ist sie auch weithin sichtbar. Weitere Windkraftanlagen sollen noch dazu kommen.

Bis auf die Bürgerinitiative in Friedrichsgrün und den Siedlerbund hat niemand wirklich etwas gegen die Windkraftanlagen getan.

 

Ja natürlich die Gemeinde Reinsdorf mit ihren Volksvertretern und ihrem Bürgermeister hätte noch etwas dagegen tun können. Der Gemeinderat hatte ja in seiner Sitzung am 16.06.2016 EINSTIMMIG eine Stellungnahme der Gemeinde Reinsdorf nach § 36 Bau GB beschlossen und das gemeindliche Einvernehmen zum Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung einer Windenergieanlage auf dem Flurstück 631 der Gemarkung Vielau NICHT erteilt und das auch so beschlossen.

Die Haltung der Gemeinde Reinsdorf wurde auch noch mal auf Seite 6 im Gemeindeblatt Nr. 21 vom 16.06.2016 publiziert.

Umgesetzt wurde dieser Beschluss letztendlich vom Bürgermeister mit allen Konsequenzen nicht. Der Landkreis Zwickau hat das gemeindliche Einvernehmen ersetzt. Und dann? Hätte die Gemeinde Reinsdorf aus meiner Sicht Widerspruch gegen die Baugenehmigung der Windkraftanlage einlegen können und müssen, da der dementsprechende Gemeinderatsbeschluss bereits am 16.06.2016 gefasst wurde.

Ich habe das in der Sitzung am 26.01.2017 noch einmal gefordert und folgenden Antrag gestellt:

„Der Bürgermeister und die Verwaltung werden beauftragt, gegen die Ersetzung des gemeindlichen Einvernehmens durch den Landkreis Zwickau rechtlich vorzugehen und gegen die Baugenehmigungen Widerspruch einzulegen.“

Dieser wurde von allen anwesenden Gemeinderäten und vom Bürgermeister abgelehnt. Ja richtig, fast alle Gemeinderäte und der Bürgermeister haben innerhalb von nur 7 Monaten ihre Meinung geändert! Warum? Das ist mir nicht bekannt!

 

Natürlich kann man in gewisser Weise verstehen, warum Grundstückseigentümer ihre Grundstücke für die Windkraftanlagen zur Verfügung stellen. Es geht ums Geld. Manch einer hat nicht einmal so viel Jahreseinkommen. Das lohnt sich schon. Wie sich das Licht- und Schattenspiel, die Geräusche, Infraschall, usw. auf die Bewohner in der Nähe auswirken werden bleibt abzuwarten. Da kann man auch mit ein paar toten Fledermäusen, Rotmilanen usw. leben.

 

Und das nächste Windgebiet ist ja auch immer noch Dorf-Gespräch. Derzeit gibt es dort noch keine Windkraftanlagen. Aber entlang der Freitagstraße in Reinsdorf sollen sich die Flächen auch gut als „Vorrangstandort für Windkraftanlagen“ eignen. Reinsdorfer Bauern sollten bereits für solche Vorhaben begeistert werden.

 

Nachdem die Gemeinde Reinsdorf „nur“ das Grundstück für einen möglichen Asylstandort vorhält und dafür monatlich 10.700 € Pacht vom Landkreis Zwickau erhält, ist das Interesse der heimischen Bevölkerung an den öffentlichen Gemeinderatssitzungen wieder stark zurück gegangen. Der Sicherheitsdienst wird wahrscheinlich deshalb auch nicht mehr beschäftigt. Es bleibt abzuwarten, wie viele Bürger in den nächsten Jahren von Ihrem Recht, vor allem in der Einwohnerfragestunde Gebrauch machen, und ihren gewählten Bürgermeister zu den Dingen zu befragen, die sie beschäftigen. Sicherlich stehen auch die Gemeinderäte für Anfragen am Rande der Sitzungen oder im persönlichen Gespräch zur Verfügung.

 

Ob die Windkraftanlagen rentabel sind, oder es nur darum geht, Fördermittel abzugreifen bleibt abzuwarten. Als Erfolg der Bürgerinitiative und des Siedlerbundes würde ich die Auflagen, die das Landratsamt Zwickau den Betreibern der Windenergieanlagen auferlegt hat, werten.

Diese Auflagen sind für die neue Windenergieanlage WEA 6 bestimmt. Für die bereits bestehenden Windenergieanlagen gelten diese Auflagen nicht! Aber zum Glück kennen sich Fledermäuse, Rot- und Schwarzmilane mit dem Genehmigungsbescheid aus und können zwischen den einzelnen Windkraftanlagen unterscheiden. 

Hier einige Auszüge aus dem Genehmigungsbescheid (Az: 1393-106.11-250-008/42-fi) vom 29.11.2016:

 4.3 Falls im Radius von 1.500 m um die WEA 6 Rotmilan-Brutpaar oder im Radius von 1.000 m um die WEA 6 Schwarzmilan-Brutpaare ansässig sind (besetzte horste), wird die temporäre Abschaltung der WEA 6 bei Ernte und Mahd der im 500-Meter-Radius um die Anlage bewirtschafteten Grünland- und Ackerflächen im Zeitraum vom 1. Mai bis 20. Juli festgesetzt.

Die Abschaltung hat ab dem Tag des Mahd-bzw. Erntebeginns und an den drei darauf folgenden Tagen (von Sonnenaufgang bis – untergang) zu erfolgen.

Die entsprechenden Abschalttermine sind mit den jeweiligen Bewirtschaftern der Flächen und dem Landratsamt Zwickau, untere Naturschutzbehörde, konkret abzustimmen.

 4.5 Mit Inbetriebnahme der WEA 6 ist ein zweijähriges akustisches Fledermaus-Monitoring in Gondelhöhe (Gondelmonitoring) jeweils vom 1. März bis 30. Oktober durchzuführen.

Während der zwei Untersuchungsjahre ist die WEA 6 jeweils im Zeitraum vom 30. April bis 30. Oktober bei Temperaturen von mehr als 10°C und Windgeschwindigkeiten von 6 m/s und weniger täglich eine Stunde vor Sonnenuntergang bis eine Stunde nach Sonnenaufgang abzuschalten.

Spätestens 4 Wochen nach Abschluss des Gondelmonitorings sind die Untersuchungsergebnisse dem Landratsamt Zwickau, untere Naturschutzbehörde, vorzulegen.

Reinsdorf, den 21.06.2017